MUSEUM IM ZEHENTSTADEL

Scherer-Galerie und Heimatmuseum Reischenau

Ziegelei


Von außerordentlicher Bedeutung für das Bauwesen in Dinkelscherben war die Ziegelei auf Zusameck. Sie wird erstmals 1476 erwähnt. Hier wurden Backsteine, Dachplatten und später Drainagerohre hergestellt.

Das Domkapitel, zuständig für die Sicherheit des Marktes Dinkelscherben, erkannte sehr früh den Wert eines Ziegeldaches und beschloss, um die Gefahr von Feuersbrünsten wegen der Strohdächer zu verringern, allen Bürgern die Hälfte der Kosten für ein Ziegeldach zu ersetzen.

Es wird berichtet, dass damals schon Italiener als die besten Arbeiter galten.

Wegen des minderwertigen Tons mussten Fuhrwerke zum Brennen von Ziegeln Ton aus der weiteren Nachbarschaft herankarren, was die Ziegelproduktion unrentabel machte. Schon 1920 wurde die Produktion eingestellt.

Auch Töpfer benutzten die Tonvorkommen um Töpfe, Schüsseln, Tassen und Ähnliches herzustellen.

Die Marktgemeinde Dinkelscherben kaufte 1920 das Areal dem letzten Besitzer, dem Kreuzwirt Johann Zott, ab und demontierte die Anlage. Heute steht auf einem Teil des Geländes das Kreisjugendheim.

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